Jens Redlich und TeBe gehen getrennte Wege

Paukenschlag beim Oberligisten Tennis Borussia Berlin. Wie der Tagesspiegel berichtet, ist der bisherige Vorstandsvorsitzende Jens Redlich nicht mehr im Amt und beruft sich dabei auf eine Pressemitteilung des Vereins.

Hier die Mitteilung im Wortlaut:

Tennis Borussia hat wieder eine arbeitsfähige Vereinsführung: Der Aufsichtsrat hat Günter Brombosch zum Vorstandsvorsitzenden und Steffen Friede zum Vorstand bestellt. Sie komplettieren das Leitungsgremium, das zuletzt mit Jörg Zimmermann nur noch aus einer Person bestand. Die Amtszeit des kommissarischen Vorstands Andreas Voigt hatte mit der Mitgliederversammlung im Januar geendet, Michael Scholich und Jens Redlich waren vorzeitig zurückgetreten.

„Nach intensiven juristischen Prüfungen¹ und vielen Gesprächen im Verein haben wir uns zu dieser Nachbesetzung entschlossen. Uns war wichtig, dass zum Start der neuen Saison und des neuen Geschäftsjahres der Vorstand wieder satzungsgemäß besetzt und der Verein handlungsfähig ist“, sagt Franziska Hoffmann, Vorsitzende des Aufsichtsrats. „Den ausgeschiedenen Vorständen danken wir für ihren bisherigen Einsatz. In neuer Form arbeiten wir gerne auch in Zukunft mit ihnen zusammen.“
Günter Brombosch ist Tennis Borussia seit mehr als einem halben Jahrhundert verbunden – erst als Aktiver, dann als Anhänger. 1965 zeichnete ihn der damalige TeBe-Präsident Hans Rosenthal als besten Nachwuchsspieler der Saison aus. Später war er als Trainer und Vorstand für den SC Siemensstadt tätig. Beruflich unterrichtet er als Haushalts- und Finanzexperte an Berliner und Brandenburger Hochschulen.

Steffen Friede leitete bis Sommer 2018 die TeBe-Geschäftsstelle. Vor seiner Zeit bei Tennis Borussia hatte er Sportmanagement studiert und Berufserfahrung unter anderem bei Schalke 04 und dem VfB Lübeck gesammelt. Er arbeitet heute als Projektkoordinator für die Integration von geflüchteten Menschen im Breitensport.

„Wir freuen uns auf unsere neue Aufgabe, haben aber auch großen Respekt vor dem Amt“, sagt Brombosch. „Auf uns wartet eine Menge Arbeit: Als erstes müssen wir die Situation im Verein sondieren, Gespräche führen und Unterlagen sichten. Alles weitere wollen wir danach so schnell wie möglich kommunizieren.“

Sportlich streben die neuen Vorstände den größtmöglichen Erfolg an – für die Herren und für den Nachwuchs. Die Finanzierung wollen sie solide und nachhaltig gestalten. Besonderen Wert legen sie auf die Vorgabe der TeBe-Satzung, im Vereinsleben für Demokratie und Vielfalt einzutreten. Den Mitgliedern wollen sie ermöglichen, den Verein mitzugestalten und entsprechend der Satzung über seine Zukunft zu bestimmen. Als ersten Schritt laden sie die Mitglieder in den nächsten Tagen zu einem Informations- und Gesprächsabend ein.

Foto: Mehmet Dedeoglu

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